Die Geschichte des WingTsun

Es wird berichtet, dass vor ca. 300 Jahren, während der Belagerung des Shaolin-Klosters durch mongolische Soldaten ein Feuer ausbrach, welches das Kloster in Schutt und Asche legte und die meisten seiner Bewohner tötete.
Nebst einigen anderen Kampfkunstexperten konnte die Nonne Ng Mui, eine der sogenannten fünf Ältesten des Shaolin-Klosters, entkommen und unter falschem Namen an einem anderen Ort unerkannt weiterleben. Die buddhistische Nonne hatte sich an einem Berg, der an die Szechwan-Provinz in China grenzte, niedergelassen.
Um vor den Verrätern, die das Kloster in Brand gesteckt hatten, sicher zu sein, musste sie neue Kampftechniken entwickeln, mit denen sie dem Shaolin-Kung Fu überlegen war. Ihr neues System musste mit geringer Kraftanstrengung funktionieren, denn Ihre Gegner waren Männer und ihr somit kräftemäßig überlegen. Sie entwickelte ein System, das ihr ermöglichte, die Kraft ihres Gegners zu nutzen und gegen ihn zu verwenden sowie direkte Schwachpunkte seines Körpers anzugreifen. Sie lernte ein Mädchen namens Yim Wing Tsun kennen, unterrichtete sie in ihrer neuen Kampfkunst und benannte nach ihr das System.

WingTsun war geboren und wurde von nun an wie ein Schatz von Generation zu Generation nur an ausgesuchte Personen weitergegeben. Jede Generation brachte ihre eigenen Erfahrungen sowie Wissen in die Kampfkunst ein und entwickelten sie ständig weiter.
Ob sich diese Geschichte wirklich genau so zugetragen hat, weiß niemand, sicher ist jedoch, dass WingTsun entwickelt wurde, um die Shaolin-Techniken, aus denen sich später Karate, Taekwon-Do und andere Stile entwickelten, zu besiegen.

Yip Man
ist der letzte verstorbene Großmeister des WingTsun-Systems. Er war der erste, der diesen Kampfstil außerhab des Clansystemes zugänglich machte. Nichtchinesen waren jedoch vom Unterricht ausgeschlossen.

Leung Ting
war der Meisterschüler Yip Mans und trat deshalb nach dessen Tod die Nachfolge an. Als Erster hat er auch Nichtchinesen im WingTsun unterrichtet. Somit haben wir es ihm zu verdanken, dass auch wir heute diese lange geheimgehaltene Selbstverteidigungskunst in der westlichen Welt lernen können.

Keith R. Kernspecht
ist LeungTings Meisterschüler. Er hat WingTsun in ganz Europa und besonders in Deutschland bekannt gemacht. Er ist Inhaber des 10. Meistergrades und somit ebenfalls Großmeister.

Roland Liebscher-Bracht
trainiert seit über 20 Jahren WingTsun und ist ein Privatschüler von Keith R. Kernspecht gewesen. Sein Wissen und Können hat viel zum Erfolg von WingTsun beigetragen. Roland Liebscher-Bracht hat den 5. Praktikergrad im WingTsun. Seine Lebensauffassung hat er als Mitverfasser des Buches "Biotuning" zum Ausdruck gebracht. Außerdem entwickelte er eine eigene Bewegungslehre, bekannt als LnB-Motion.

Ausbilderteam
Für das Training in Jena und Rudolstadt stehen mehrere WT-Ausbilder zur Verfügung, die alle seit über einen Jahrzehnt intensiv und enthusiastisch Kampfkunst ausüben. Über den langen Zeitraum von 20 Jahren wurde das WingTsun wieder und wieder überarbeitet, damit es sich zu einer umfassenden und anwendungsorientierten Kampfkunst entwickeln konnte. Heute wird die Grundschulung und das Anwendungstraining nicht mehr getrennt vermittelt. Der Vorteil ist, dass die Anwendungstechniken schon dem 1. Schülergrad zur Verfügung stehen. Um den hohen Qualitätsstandard an unseren Schulen zu halten, wurden und werden unsere Ausbilderteam regelmäßig in Lehrgängen trainiert.